Sonntag, 3. Oktober 2010

Belém Reloaded

Da heute wieder Sonntag ist (freier Eintritt!!) und ich hohen Besuch habe, haben wir uns noch einmal auf den Weg nach Belém gemacht. Zwei meiner Mitbewohnerinnen wollten ebenfalls mitkommen und die Spanierin hatte auch noch 3 weitere Spanier eingeladen (kann ja nur schiefgehen). Als wir uns am Rossio gefunden hatten, haben wir uns auf den Weg zum Mosteiro dos Jerónimos gemacht und ich habs mir ein zweites Mal angesehen (und denke das wird nicht das letzte Mal gewesen sein).

Danach gabs aber auch für mich etwas neues: Das Museu Nacional dos Coches (Kutschenmuseum). Dieses ist zwar sehr klein, doch trotzdem vor allem bei freiem Eintritt absolut Sehenswert.
aber urteilt selbst:


Da uns die Spanier bereits auf dem Weg zum Museu dos Coches verloren gegangen sind, haben wir den restlichen Weg zu dritt zurück gelegt. Wir wollten die anderen vier am Torre de Belém wiedertreffen, aber der starke Wind hat sie offenbar früh wieder nach Hause geweht. Wir jedoch konnten Regen, Wind und Wolken durchaus etwas abgewinnen und haben ein paar Möwen geärgert.

Meine Mitbewohnerin:


Dem Torre de Belém stand das schlechte Wetter auch sehr gut. Macht ihn noch ein bisschen ehrfürchtiger - nicht nur wegen plötzlichem Touristenmangel.



Auf unserem Rückweg...


...haben wir uns entschlossen noch eine Sehenswürdigkeit der etwas anderen Art aufzusuchen: Die Pastelaria de Belém. Hier gibt es die berühmten "Pastéis de Belém", die nach den Aussagen meiner Begleiter sehr gut geschmeckt haben. Als Mädchen mit Fructosemalabsorption wird mir dieser Teil der Kultur aber wohl immer verborgen bleiben.


Letztendlich haben wir uns dann noch auf die Suche nach einer Regenjacke gemacht. Mein Portugiesischlehrer hat mich schließlich gewarnt... "if it rains in Lisbon, it never stops" ...und das ist im Winter dann wohl oft der Fall.


Zu den Shoppingcentern in Lissabon kann man sagen, dass ihre Namensgebung durchaus sinnvoll und wegweisend sein kann. Nicht alles ist hier immer logisch aber durchaus dies: Vergleicht man "Colombo" (Kolumbus) mit "Vasco da Gama", kann man klar feststellen, dass einer von beiden den Seeweg nach Indien gefunden hat und der andere nicht. Entsprechend sollte man sich bewusst sein, dass man sich im "Colombo" nur verlaufen kann. Vielleicht sind die möglichen Entdeckungen dort etwas größer, aber ob man immer gleich findet was man sucht ist durchaus fraglich. "Vasco da Gama" dagegen ist relativ übersichtlich. Nicht dass es total einfach wäre - aber niemand hat ja behauptet, dass es leicht war den Seeweg nach Indien als erster zu finden.
Wir haben uns heute für die Irrfahrt entschieden und Indien etwas verfehlt. Es ließ sich aber nach einer ganzen Weile, die meiner Mitbewohnerin dann eigentlich schon zu lang wurde (wusstet ihr, dass Polen so ungeduldig sind?), eine passende Regenjacke finden und wir konnten uns mit der blauen Metrolinie und dem Anschlusselevador do Lavra endlich wieder auf den Weg nach Hause begeben.

2 Kommentare:

  1. Super geschrieben! Ich bin ca. 60 km nordöstlich von dir, und bei uns ist heute die Welt untergegangen (Sturm und jede Menge Regen). Da scheinst du ja noch Glück gehabt zu haben auf eurer Tour.
    Freue mich auf den nächsten Beitrag.
    LG Mia

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  2. Das wäre dann Santarém?
    Ja ach wir sind ordentlich nass geworden aber ganz so schlimm wars dann doch nicht. :D

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