Heute hatte ich mal wieder das Glück, dass der Besitzer meines Hostels so freundlich ist und mich erneut herumkutschiert hat: Er hat mich heute früh einfach mal mit dem Auto am Lagoa do Fogo abgesetzt und ich musste nur noch zurück nach Ribeira Grande laufen.
Zunächst bin ich aber den Berg heruntergeklettert und habe ein wenig Zeit an den Stränden des "Feuersees" verbracht. Und weil ichs so schön fand hab ich ganz viele Fotos gemacht.
Heute früh war ich dort noch so gut wie allein aber als ich mich auf den Rückweg gemacht habe, sind die Touristen wohl doch langsam aufgewacht.


Trotz sauberen und warmen Wassers und viel Zeit war ich nicht baden.. denn die Luft da unten war ganz schön kühl, weil leider ständig Wolken über den Bergen hängen und ich meine Jacke nicht mitgenommen hatte.

Mein Tagesalbtraum: Möwen! Die gibt es da sehr häufig und sagen wir mal.. sie mögen Menschen irgendwie nicht gern. Ich hatte die Warnungen nicht ganz ernst genommen, bis eine Möwe mehrmals hintereinander im Sturzflug auf mich losgegangen ist nur um immer ganz kurz vorher doch wieder abzudrehen. Andere folgten diesem Beispiel. Klar, die fliegen einem schon nicht ins Auge - aber schön ist anders. Ich glaub ich hab jetzt eine Vogelphobie.




Wenn ihr jetzt überzeugt seid, dass der See hübsch ist, kann ich euch ja erzählen, dass ich in Folge wieder in Richtung Meer zurück musste. Unten im folgenden Bild seht ihr Ribeira Grande - und dort ist mein Bett. Ich bin also immer der Berg- und Hauptverkehrsstraße gefolgt - aber es kam eh nur alle 5min ein Auto vorbei. Viel Freude fand man mal wieder daran, mir direkt ins Ohr zu hupen und ich frage mich wozu das gut sein soll. Touristen ärgern? Aufmerksamkeit? Dass sich jemand über diese ständigen Schrecksekunden freut, glauben die doch wohl nicht wirklich... vielleicht wollte man ja auch nur meinen super Wanderstyle loben - heute abgerundet durch das 1,50€ Basecap, das ich heute früh erstanden habe um meinem Kopfhautsonnenbrand eine Chance auf Heilung zu geben.

Ungefähr auf der Hälfte der Strecke liegt dann der/die(Kessel?/Quelle?) Caldeira Velha. Hier blubbert und dampft es wie an so vielen Orten von São Miguel.

Als nächstes dann eine sehr berühmte Bademöglichkeit: Also der/die/das Caldeira Velha selbst. Leider kein gelungenes Foto aber ich hatte nur etwa 20sek Touristenfreiheit im Wasser, die ich nutzen konnte. Es ist nämlich so, dass offenbar alle 50 Touristen, die auf den Azoren Urlaub machen, sich hier versammeln um gemeinsam zu baden. Das Wasser ist mäßig warm aber nach kurzem Schock ganz angenehm und abgesehen von der Barriere, die wohl gebaut wurde um das Wasser zu stauen und der Treppe die beim Einstieg hilft, erscheint das Ganze recht naturbelassen. Schlammboden garantiert. Der immer wieder lustig riechende Schwefel soll dann wiederum gut für die Haut sein. (Ich werde euch berichten ob es geholfen hat!) So steht das ganze auch mehr oder weniger "einfach so" im Wald rum und niemand verlangt Eintritt oder gibt Öffnungszeiten an.

Danach habe ich meinen Weg in die Stadt fortgesetzt und festgestellt ich bin mal wieder in schlechter Wanderkondition. Ich hoffe ich kann mich morgen wieder ohne Schmerzen bewegen um keine Minute zu verschwenden.